| Die Wiederholung des Versuches mit einem ungeschirmten Cat.6-Kabel
führt allerdings zu einer anderen Aussage (Bild 3). Bereits der 95%-Vertrauensbereich
schneidet die Cat.6-Grenzkurve, so daß folglich mit einer gewissen
Wahrscheinlichkeit mit einer Grenzwertverletzung und somit auch mit einer
Gefährdung des Netzbetriebes zu rechnen ist.
Weiterhin sind neben der statistischen Betrachtung an realitätsnah
verlegten Kabeln auch Extrempositionen zu betrachten, die zwar ohne weiteres
nur im Labor dargestellt werden können, aber damit den Rahmen für
mögliche Ausreißer abstecken. Die in Bild 4 gezeigte Messung
eines solchen Extremwertes ist nicht in obiger Auswertung enthalten.
In Bild 4 wird deutlich, daß bereits Überschreitungen der
Cat.6-Grenze durch eine Alien-NEXT- Beziehung auftreten können, wenn
die geometrische Anordnung der Paare zueinander nur entsprechend günstig
ist. Ferner zeigt Bild 4 einen Vergleich zu einem foliengeschirmten Datenkabel.
Das Alien-NEXT ist dabei um Dimensionen besser, so daß mit Sicherheit
von keiner Gefährdung des Netzbetriebes ausgegangen werden kann.
Zusammenfassung
Im Labor wurde nachgewiesen, daß der Verwender von UTP-Kabeln
bei hochwertigen Verkabelungen besser als Category 5 auch Wechselwirkungen
zwischen benachbart liegenden Kabeln berücksichtigen muß, die
u.U. das Nebensprechen innerhalb des Kabels übertreffen können.
Auf dem Niveau Cat.5 ist dieser Effekt bislang nicht in Erscheinung getreten,
da die Wechselwirkungen nicht größer werden als die im Kabel
geltenden Cat.5-Grenzen.
Bei Cat.6 wird er jedoch zum praxisrelevanten Problem, und zwar nicht
nur bei bestimmten Szenarien bezüglich der Umgebungsbedingungen, sondern
bei praktisch jeder Installation, die mehr als eine Handvoll Kabel umfaßt.
Hier wird mit der Category 6 bis 200 (250) MHz ein Leistungsniveau definiert,
das jenseits der Grenze der UTP-Technologie liegt.
Die einfache Lösung: ein geschirmtes Kabel. Mit dem patentierten
HighPerformance-FTP-Kabel UC400 S23/1 4P von NK Networks existiert
ein Produkt, das auch bei extremer Packungsdichte in der Installation stabile
elektrische Eigenschaften mindestens auf dem Niveau Cat.6 sicherstellt,
ohne die für die UTP-Technik in Anspruch genommene, einfache Montierbarkeit
einzubüßen. Der Anwender erhält damit ein Medium,
das bei Betrachtung aller relevanten Gesichtspunkte - so auch durch Verzicht
auf spätere Anpassungen bei der Nachinstallation - die kostengünstigste
Verkabelungslösung darstellt.
Dipl.-Ing.
Carsten Fehr, Produktmanager Datenkabel bei NK Networks
Dr.
Ing. Christian Pfeiler, Produktentwicklung bei NK Networks
Dipl.-Ing.
Andreas Waßmuth, Leiter Produktentwicklung bei
NK Networks, Mitglied bei UK 412.1
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